
Mit ihrer neuen Kollektion „CARE“ widmet sich Clara Colette Miramon einem hochaktuellen und zugleich emotionalen Thema: der Sichtbarkeit von Fürsorgearbeit – physisch, psychisch und gesellschaftlich.
Die Designerin untersucht, wie körperliche und emotionale Belastungen, die insbesondere Frauen im Alltag tragen, in Kleidung und Identität eingeschrieben sind. Ihre Kollektion inszeniert diesen Diskurs durch einen Dialog zwischen Stärke und Verletzlichkeit, Struktur und Weichheit.

Voluminöse Silhouetten treffen auf medizinisch inspirierte Korsetterie, Uniformelemente aus der Pflegebranche und ästhetische Referenzen an den Feminismus der 1960er-Jahre. So entsteht eine visuelle Spannung, in der Fürsorge als Kraft verstanden wird – als Energie, die den weiblichen Körper formt, stützt und zugleich befreit.
„CARE“ bewegt sich damit zwischen Mode, Konzeptkunst und Gesellschaftskritik und zeigt, dass Fürsorge kein Zeichen von Schwäche, sondern von Resilienz und Selbstbestimmung ist.

Die Designerin Clara Colette Miramon gründete ihr gleichnamiges Label 2021 in Berlin mit dem Ziel, Frauen zu stärken, indem sie deren Körperbewusstsein und Selbstvertrauen durch Mode neu definiert.
Inspiriert von Kindheitserinnerungen, Coming-of-Age-Geschichten und Subkulturen, verbindet sie traditionelle Handwerkskunst, historische Schnitttechniken und zeitgenössische Popkultur zu einer unverwechselbaren Designsprache.
Ihre Spezialität sind Korsetts, oft gefertigt aus untypischen Materialien wie Denim, kombiniert mit figurbetonten Silhouetten, Miniröcken und Kleidern mit strategischen Ausschnitten, die sowohl Freiheit als auch Stärke symbolisieren.
„Ich bin fasziniert von Votivobjekten und religiösen Kunstwerken, die als Ausdruck von Dankbarkeit, Gebet oder Wunder verstanden werden.
Diese Werke – geschaffen von einfachen Menschen – erzählen persönliche Geschichten, die mich tief berühren.
Sie haben mich dazu inspiriert, in meiner aktuellen Kollektion neue Materialien und Metalltechniken zu verwenden, um das Konzept von Fürsorge als spirituelle und schöpferische Energie zu erforschen.“
— Clara Colette Miramon




















